Über AKKU
Der Arbeitskreis für kritische Unternehmens- und Industriegeschichte e.V. (AKKU) wurde 1989 in Bochum gegründet und hat heute rund 100 Mitglieder, meist Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler. Unternehmensgeschichte ist in Deutschland mittlerweile ein an vielen Universitäten etabliertes Fach, und da es nur wenige Business Schools gibt, die zudem nicht an die angloamerikanische Tradition der modernen Business History angeknüpft haben, wird auch das Gros der wissenschaftlichen Forschung an Lehrstühlen für Wirtschaftsgeschichte in den historischen und ökonomischen Fakultäten betrieben.
Der Arbeitskreis fungiert im deutschen Sprachraum als Netz von Wissenschaftlern, Archivaren und Studenten, die in der Unternehmensgeschichte aktiv sind. AKKU versteht sich seit seiner Gründung als Theoriearbeitskreis, der in seiner Arbeit besonderen Wert auf die Diskussion theoretisch-methodischer Anregungen legt. Dies mag im Gründungsjahr 1989 noch ein exotisches Anliegen gewesen sein (daher auch die kaum verhüllt gegen die ältere Festschriften-Tradition gerichtete Selbstbezeichnung »kritische Unternehmensgeschichte«); doch in der Zwischenzeit hat sich das Fach längst für Anregungen aus den benachbarten Disziplinen Ökonomie, Soziologie, Politikwissenschaften oder der Anthropologie geöffnet. An diesem Wandel hatten praktische Forschungsprobleme keinen geringen Anteil, da die Unternehmensgeschichte in den 1990er Jahren plötzlich in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückte und über das Verhalten von Unternehmen im Nationalsozialismus gestritten wurde.
AKKU veranstaltet jährlich im November Konferenzen, gibt eine eigene Schriftenreihe heraus und publiziert die Zeitschrift AKKUMULATION. Alle zwei Jahre zeichnet der Arbeitskreis herausragende studentische Abschlussarbeiten aus dem Bereich der Unternehmensgeschichte mit dem AKKU-Nachwuchspreis aus. AKKU ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein, der ausschließlich ehrenamtlich betrieben wird und für engagierte Mitarbeit offensteht.
Der Vorstand besteht derzeit aus sieben Personen:
Alfred Reckendrees (Vorsitzender, Kopenhagen)
Boris Gehlen (Kassierer, Bonn)
Eva-Maria Roelevink (Bochum)
Stefanie van de Kerkhof (Bochum)
Dorothea Schmidt (Berlin)
Ulrike Schulz (Bielefeld)
Florian Triebel (Schriftführer, München)